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Ortsverband Uetersen des Deutschen Amateur Radio Clubs

DARC OV Uetersen (M21)

DARC OV Uetersen (M21)

DR1G goes UKW – ein spannendes Contest-Wochenende mit Wind, Teamgeist und vollem Erfolg!

Unter dem Motto „DR1G goes UKW“ zog es ein motiviertes Team von der Contestgruppe von M21 am ersten Juli-Wochenende zum UKW-Contest in die Nähe von Bargteheide (Locator: JO53FR). Ziel des Wochenendes war es den Standort für zukünftige Aktivitäten zu prüfen und die Bänder 2m, 70cm und 23cm mit nur einem einzigen Transceiver, dem bewährten IC-9700, zu aktivieren. Die Stromversorgung wurde autark über den Notstromgenerator der Clubstation sichergestellt. Am Ende blickt die Crew auf ein lehrreiches, anstrengendes, aber schlussendlich extrem erfolgreiches Funk Wochenende zurück.

Der Freitag: Kampf mit dem Wind und ein echter Glücksfall

Die Anreise erfolgte bereits am Freitag. Falko (DG1WIM) erreichte den Aufbauplatz am Windrad schon mittags und bereitete den Mast, Antennen sowie die Vorverstärker vor. Am Nachmittag stieß Tom (DA6DT) dazu, und es wurde ernst: Das Aufrichten des Mastes stand an. Der stramme, böige Wind machte das Vorhaben zu zweit jedoch zu einer echten, kräftezehrenden Herausforderung. Einige erste Versuche, den Mast in voller Höhe mit allen drei vormontierten Antennen aufzustellen, scheiterten beinahe und endeten fast im Umsturz – eine extreme Belastung für das Material, die sich später noch bemerkbar machen sollte.

Der Antennenmast der Contestgruppe steht direkt neben einem Windrad auf einem Feld.

In einer kurzen Verschnaufpause kam es auf dem Relais DB0XH zu einem QSO mit Michael (DO3BIG). Er zeigte großes Interesse an der Aktivität, woraufhin kurzerhand E-Mails und Telefonnummern ausgetauscht wurden. Das sollte sich als absoluter Glücksfall erweisen! Als Michael am späten Nachmittag nach dem Rechten fragte und die Notlage bemerkte, bot er sofort spontan seine Hilfe an. Dank seiner tatkräftigen Unterstützung stand der Mast am Freitagabend sicher an seinem Platz. Die ersten Testverbindungen auf 70cm und 23cm verliefen erfolgreich, und das Team konnte den Abend beruhigt ausklingen lassen.

Der abgespannte Antennenmast mit mehreren Richtantennen und einer DARC-Flagge auf einem Feld.

Der Samstag: Verstärkung und Contest-Start

Im Laufe des Samstags traf auch Martin (DL8LBY) als moralische Stütze ein und begleitete das Team bis zum Sonntag. Pünktlich um 16:00 Uhr Küchenzeit fiel der Startschuss zum Contest. Die Station spielte wie erwartet absolut ordentlich und die ersten QSOs wanderten zügig ins Log.

Einzig auf dem 23cm-Band gestaltete sich der Betrieb unerwartet zäh. Geplante Skeds via ON4KST Chat in Richtung Tschechien (OK), Polen (SP) sowie in die DARC-Distrikte W (Sachsen-Anhalt) und S (Sachsen) wollten einfach nicht gelingen, was dem Team zunächst ein kleines Rätsel aufgab. 23:00 Uhr kehrte schließlich die Nachtruhe bis ca. 5:00 Uhr ein, bevor es am Sonntagvormittag motiviert weiterging.

Das Rätsels Lösung beim Abbau

Beim sonntäglichen Abbau kam schließlich die Erklärung für die zähen Bedingungen auf 23cm ans Licht: Durch die extreme Belastung bei einem der ersten, fast verunglückten Aufbauversuche am Freitag hatte sich das oberste Mastsegment „geringfügig“ verbogen.

Andre (DO2AKM) diagnostizierte eine Biegung von etwa 5 bis 10 Grad. Was nach wenig klingt, wirkt sich bei dem schmalen Öffnungswinkel einer 23cm-Antenne von gerade einmal 18 Grad natürlich massiv aus – die Antenne hat schlicht knapp am Ziel vorbei geschielt!

Die Ergebnisse im Überblick

Trotz der Tücken auf 23cm kann sich das vorläufige Ergebnis der Crew absolut sehen lassen:

  • 2m-Band (LOW Power): 64 QSOs sicherten den hervorragenden 2. Platz von 5 in der Low-Power-Klasse (Gesamtwertung: Platz 28 von 42).
  • 70cm-Band (LOW Power): Hier holte das Team den 1. Platz (von 1) in der Low-Power-Klasse und landete in der Gesamtwertung auf einem starken 12. Platz von 21. Ein absolutes Highlight war eine gelungene Verbindung bis in die Schweiz – und das mit einer relativ alten 15-Element-Antenne!
  • 23cm-Band: In der Gesamtwertung (eine eigene Low-Power-Klasse gibt es hier nicht) reichte es für Platz 14 von 21.

Schauen wir mal was übrig bleibt.

2m

Karte der im 2m-Band erreichten Stationen in Deutschland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Polen, Tschechien und der Schweiz.

70cm

Karte der im 70cm-Band erreichten Stationen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Tschechien und der Schweiz.

23cm

Karte der im 23cm-Band erreichten Stationen zwischen Südjütland, Hamburg, Osnabrück und Leipzig.

Fazit und Ausblick

Schlussendlich war die Aktivität unter „DR1G goes UKW“ ein voller Erfolg. Das Team hat unschätzbare Erfahrungen über den Antennenaufbau mit kleiner Mannschaft gesammelt und wichtige Erkenntnisse über den Dreiband-Betrieb an nur einem Mast und einem TRX gewonnen.

Die Pläne für das nächste Mal stehen bereits fest: Um noch effektiver zu sein, werden beim nächsten Contest das 2m-Band von 70cm/23cm separiert und zwei Funkgeräte parallel in die Luft gebracht.

Ein ganz herzlicher Dank geht an alle Unterstützer sowie Michael (DO3BIG) für den gezeigten HAM Spirit in dem spontanen Rettungseinsatz am Freitag!